Ab ins Freie: Spiele-Tipps für draußen

Freies Spiel im Kindergarten ist wichtig für die Entwicklung der Kinder. Aber im Frühling und Sommer laden die warmen Temperaturen dazu ein, viel mehr Zeit draußen zu verbringen und es müssen ein paar gute Spielanleitungen her! Geschicklichkeit, Bewegung, Entdeckergeist und eine kleine Abkühlung sind dabei wichtige Elemente. Wir haben einige Spiele-Tipps für Deinen Kindergarten-Alltag, die sich schnell und mit wenigen Hilfsmitteln umsetzen lassen – damit die Zeit im Freien noch bewegter und abenteuerlicher wird.

Fünf Spiele-Tipps für die Kita

#1: Luftballons tanzen lassen
Das braucht Ihr: eine große Decke, aufgeblasene Luftballons
Ablauf: Die Decke wird auf den Boden gelegt und die Kinder verteilen sich rundherum. Jeder nimmt mit beiden Händen einen Teil der Decke, so dass alle die Decke hochheben können. Zuerst legt der Spielleiter einen Ballon auf die Decke, der durch Bewegung zum Tanzen gebracht wird (eventuell könnt Ihr dazu Musik spielen). Nach und nach kommen immer mehr Luftballons dazu, so dass der Tanz immer bunter wird.

Variante: Statt einer Decke eine durchsichtige Folie nehmen. Dann können sich abwechselnd einige der Kinder unter die Folie legen und die Bewegungen der hüpfenden Ballons beobachten.

#2: Ertasten auf Tauchstation
Das braucht Ihr: Ein Wasser- oder Planschbecken, einen Schal/Tuch, viele unterschiedliche Gegenstände wie Löffel, Schwamm, Spielzeugauto, Spielfigur, Legostein, Tannenzapfen etc.
Ablauf: Ihr legt etwa zehn Dinge ins Wasser, ohne dass die Kids sie sehen konnten. Jeweils ein Kind bekommt die Augen verbunden und wird zum Wasserbecken geführt. Nach und nach soll es alle Gegenstände ertasten und benennen. Dann ist das nächste an der Reihe. Wer die meisten richtig hat oder der schnellste war, gewinnt.

Geschicklichkeits-Variante: Lass die Kinder die Dinge (ohne verbundene Augen) mit ihren Füßen aus dem Wasser angeln.

#3: Einen reißenden Fluss überqueren
Das braucht Ihr: große, freie Fläche und viele viele Bierdeckel
Ablauf: Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und gegenüber in etwa fünf Metern Entfernung aufgestellt. Das sind im Spiel die Ufer eines reißenden Flusses. Jedes Kind erhält 10 – 15 Bierdeckel, das sind die Steine, die bei der Überquerung des Flusses helfen sollen. Die Kinder müssen sich die Bierdeckel gut aufteilen, damit sie bis zur anderen Seite reichen. Zuerst darf jede Gruppe einen Durchgang allein machen. Beim nächsten Mal starten beide Gruppen gleichzeitig.

Wichtig: Es soll bei diesem Spiel nicht darum gehen, wer schneller ist oder erster wird. Ziel ist, dass alle Kinder es trockenen Fußes auf die andere Flussseite schaffen. Wenn beide Gruppen gleichzeitig unterwegs sind, müssen die Kleinen aufeinander achten und Rücksicht nehmen. Sie sollen dazu angehalten werden, sich gegenseitig auszuhelfen.

#4: Nasses Wurfspiel
Was Ihr braucht: leere Plastikflaschen oder Plastikkegel als Wurfziele, nasse Schwämme
Ablauf: Wie beim Dosenwerfen müssen die Flaschen mit den nassen Schwämmen umgeworfen werden. Je nach Anzahl der Kinder kannst Du die Durchgänge und Anzahl der Würfe variieren. Wichtig ist, dass Ihr einen Wassereimer zum kurzen Auswaschen parat habt, denn: Die Schwämme landen natürlich ständig auf dem Boden und werden schnell dreckig.

Variante für den Wald: Lass die Kinder Tannenzapfen suchen, die sie anschließend als Wurfgeschosse verwenden.

#5: Memory mit Naturmaterialien
Was Ihr braucht: 24 (oder weniger) gleich große Blätter, 12 Paare von gleichen Gegenständen aus der Natur, zum Beispiel zwei Steine, zwei Tannenzapfen, zwei Löwenzahnblüten, zwei Stöckchen usw.
Ablauf: Als Spielleiter verteilst Du die Gegenstände durchmischt und in regelmäßigen Abständen und legst dann die Blätter darüber. Nun kommen die Kinder dazu und dürfen abwechselnd jeweils zwei Blätter aufdecken. Wer ein Paar entdeckt hat, darf noch mal. Sieger ist der mit den meisten gefundenen Paaren.
Wichtig: Die Kinder sollten vorher beim Suchen und Zusammentragen der Gegenstände helfen. So können sie bei einem Waldspaziergang das Gelände besonders gut erkunden.

Natürlich gibt es noch viel mehr Spiele-Tipps. Vielleicht habt Ihr ja den einen oder anderen Tipp für uns. Am wichtigsten ist jedoch immer wieder: Es soll allen Spaß machen, auch den Erziehern.

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