Ruhe in der Kita: Einschlafrituale für den Mittagsschlaf

Viele andere Kinder, Spiele, Aktivitäten und sich aufmerksam an alle Regeln halten – die Kleinen haben in der Kita ein ganz schönes Programm zu absolvieren. Dabei ist es selbst für Dreijährige oft noch wichtig, dass sie ihren Mittagsschlaf bekommen bzw. sich Ruhe- und Aktivitätsphasen abwechseln. So können sie das Erlebte besser verarbeiten und bleiben den Tag über konzentrationsfähiger. Hier findest Du einige Anregungen, damit beim Mittagsschlaf durch Rituale möglichst schnell „Ruhe im Karton“ herrscht.

Schlafenszeit nach klarer Abfolge
Ein Ritual kann nur Bestand haben, wenn die Handlungen stets in der gleichen Abfolge durchgezogen werden. Deshalb ist es wichtig, dass alle Erzieher sich an die abgesprochenen Rituale für den Mittagsschlaf halten. Das kann sein: Wickeln/Toilette, Zähneputzen, umziehen, zusammen ruhig in den Schlafraum gehen, verdunkeln, das Schlaflicht anschalten und dann ein beruhigendes Lied oder eine kurze Geschichte erzählen. Die Kinder sollten bereits während der Vorbereitungen zur Ruhe angehalten werden, nicht erst wenn sie in ihren Betten liegen. Hektik, aufputschende Spiele oder zu lange Wartezeiten bzw. Langeweile gilt es in dieser Zeit zu vermeiden.
Manchmal macht es Sinn, für das Zubettgehen die kleinen und die größeren Kinder zu trennen bzw. die Minis zuerst fertigzumachen und hinzulegen. In kleineren Gruppen geht es weniger turbulent zu.

Gut einschlafen mit der Spieluhr
Viele Kinder haben zuhause ihr Kuscheltier mit integrierter Spieluhr – manche Eltern spielen ihren Kleinen sogar schon im Babybauch diese Melodie vor, in der Hoffnung, dass der Nachwuchs nach der Geburt durch den vertrauten Klang besser einschläft. Deshalb kann eine solche Schlaf-Melodie ebenfalls in der Kita bei Ein- bis Dreijährigen gut funktionieren. Die Kinder lernen: Sobald die Musik beendet ist, hat Ruhe zu herrschen. Da die Kleinen meist sehr erschöpft sind, reicht in den meisten Fällen schon dieses kurze Ritual.

Stofftier bringt die süßen Träume
Ein schönes Einschlafritual lässt sich auch mit einem Stofftier oder einer Handpuppe umsetzen, die nur zur Mittagspause in Erscheinung tritt. Diese wartet dann bereits im Schlafraum auf die Kinder, die sich in einem Sitzkreis versammeln. Der Schlafbär kann dann noch ein Lied singen oder die Schlaffee erzählt eine kleine Geschichte, streicht jedem Kind mit einer Feder über die Wange und wünscht süße Träume.

Kurze Traumreise zur Entspannung
Sind viele ältere Kinder in der Schlafgruppe bieten sich Traum- bzw. Fantasiereisen an, damit Ruhe und Entspannung in der Gruppe einkehrt. Alternativ können diese beruhigenden Geschichten für die Mittagspause von Größeren eingesetzt werden, die gar keinen Schlaf am Tag mehr brauchen. Die Traumreisen werden von den Erziehern vorgelesen oder erzählt, es gibt jedoch auch viele Angebote auf CD oder zum Download.

Hier haben wir ein paar Beispiele für Dich zusammengesucht:

Individuelle Schlafgewohnheiten beachten
Keine Frage: Erzieher können nicht jedes Krippenkind in den Schlaf wiegen oder kuscheln, wie die Eltern es zuhause tun. Doch oft ist das gar nicht nötig. Die meisten Kinder gewöhnen sich schnell daran, dass in der Einrichtung andere Rituale und Regeln gelten. Trotzdem kommen sie mit einem eigenen Kuscheltier, Schnuller oder Schmusedecke schneller zur Ruhe, was deshalb gestattet sein sollte. Wenn das Kind seinen Schlafraum auf diese Weise etwas mitgestalten kann, führt das zu einem stärkeren Geborgenheitsgefühl.
Manchmal geht es nicht ohne Streicheln oder Trösten, wenn ein Kind zum Beispiel aus einem verstörenden Traum erwacht oder noch in der Kita-Eingewöhnungsphase steckt.

Weitere Tipps zum Mittagsschlaf
Der Kita-Tag ist meist klar durchgetaktet: Frühstück, Gruppenarbeit, Mittagessen und Mittagsschlaf. Das Schlafbedürfnis der Kids hält sich nur nicht unbedingt an diese Zeiten, gerade bei den ganz Kleinen nicht. Vielleicht war die Nacht sehr unruhig oder sie absolvieren gerade eine aufreibende Entwicklungsphase, dann muss das Kind bereits vor der Mittagspause zur Ruhe kommen dürfen. Deshalb immer auf die Anzeichen bei den einzelnen Kindern achten. Nicht jedes verzieht sich selbstständig in die Kuschelecke, wenn es Ruhe braucht.

Umgekehrt: Die Großen können in der Übergangszeit schwierig werden – sie brauchen den Mittagsschlaf nicht mehr unbedingt, haben Probleme beim Einschlafen und halten dadurch alle anderen wach. Dann muss mit den Eltern darüber gesprochen werden, dass der feste Mittagsschlaf nicht mehr sinnvoll ist und das Kind nur noch nach Bedarf in den Ruhebereich gebracht wird.

Mehr Infos zum Thema Mittagsschlaf in der Kita bietet der Text „Schlafen in der Kindergrippe – Pädagogische Herausforderungen in der Alltagssituation“ von Maren Kramer.

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