Krankheiten in der KiTa: Pfeiffersches Drüsenfieber

Was ist Pfeiffersches Drüsenfieber?

Die Krankheit hat viele verschiedene Namen, neben der Bezeichnung des Pfeifferschen Drüsenfiebers, welche ihren Namen dem Entdecker Emil Pfeiffer schuldet, ist sie auch als Studentenfieber, Kusskrankheit oder infektiöse Mononukleose bekannt.

Verantwortlich für die Krankheit ist der Epstein-Barr-Virus, welcher zu den Herpesviren gehört. Dieser kommt weltweit vor und greift zu Beginn der Infektion zunächst die Schleimhautzellen an. Durch das feucht-warme Milieu im Nasen-Rachen-Raum vermehren sich die Erreger dann schnell, wodurch dann die Lymphknoten angegriffen werden.

Krankheitsverlauf

Der Verlauf des Pfeifferschen Drüsenfiebers kann stark variieren – vor allem das Alter der erkrankten Person spielt hier eine bedeutende Rolle. So beträgt die Zeit von Infektion bis Ausbruch der Krankheit (=Inkubationszeit) bei Kindern durchschnittlich 10 Tage, bei Erwachsenen teilweise sogar bis zu 50 Tage.

Nach etwa drei Wochen sollte die Krankheit dann überstanden sein. Jedoch kann der Körper noch unterschiedlich lange brauchen, bis er wieder vollkommen belastbar ist – nicht selten dauert es mehrere Monate bis hin zu einem Jahr.

Symptome

Auch wenn die Krankheit keine charakteristischen Symptome kennt, leiden über 50% der Infizierten unter Fieber, Entzündungen in Mund- und Rachenraum sowie Schwellungen an den Lymphknoten.

Zu Beginn wird das Pfeiffersche Drüsenfieber häufig mit einer normalen Grippe verwechselt, da die Symptome einem grippalen Infekt gleichen. Erst nach mehreren Tagen kommt das Fieber hinzu. Typisch für eine Erkrankung mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber ist zudem, dass das Fieber immer wieder stärker und schwächer wird, woraus starke Müdigkeit resultiert.

Die Lymphknoten am Hals können beim Pfeifferschen Drüsenfieber bis auf die Größe eines Hühnereis anschwellen, was natürlich Schluckbeschwerden und starke Halsschmerzen auslöst.

Kinder unter zehn Jahren haben oft nur eine erhöhte Temperatur und fühlen sich körperlich schlapp. Die Erkrankung wird daher häufig gar nicht erst festgestellt.

Sehr selten sind von der Krankheit auch Organe oder das zentrale Nervensystem betroffen. So kann es zu Schwellungen der Organe können, im schlimmsten Fall kann die Milz dadurch reißen oder die Leber zu einer Gelbsucht führen. Außerdem können Lähmungen oder Hirnhautentzündungen dafür sorgen, dass die infizierte Person ins Krankenhaus muss. Aber wie gesagt: Diese Symptome kommen äußerst selten vor!

Wie überträgt sich das Pfeiffersche Drüsenfieber?

Die auch als „Kusskrankheit“ bekannte Erkrankung wird nur durch direkten Kontakt übertragen. Die gesunde Person steckt sich bei einer infizierten Person durch Tröpfchen-, Kontakt- oder Schmierinfektion an. Meistens wird die Erkrankung, klar, durch Küsse übertragen: Wenn Eltern ihre Kinder küssen oder Jugendliche bzw. Erwachsene ihre Partner*innen.

Warum sind KiTa-Kinder am häufigsten betroffen?

Wo Kinder zusammenkommen, Spielzeuge teilen, die sie sich zuvor in den Mund gesteckt haben oder aus denselben Bechern trinken, ist eine Übertragung diverser Krankheiten durch eine Tröpfcheninfektion an der Tagesordnung und leider kaum zu vermeiden. Da kann man noch so häufig alles mögliche desinfizieren, irgendjemand schafft es immer sich fix einen Bauklotz oder co. in den Mund zu schieben. Und schon geht das Schlamassel los.

Doch eine gute Nachricht gibt es: Hat sich ein Kind einmal mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber infiziert, ist es lebenslang immun! Durch die Infizierung entwickelt der Körper nämlich einen Schutz, der eine erneute Erkrankung nicht zulässt.

Können Vorkehrungen getroffen werden, um einer Erkrankung vorzubeugen?

Wie bei fast jeder Erkrankung gilt auch hier: Richtiges Händewaschen ist das A und O, um einer Infektion mit Pfeifferschen Drüsenfieber vorzubeugen.

Unsere Tipps für richtiges Händewaschen:

  1. Die Hände werden unter lauwarmem Wasser nass gemacht.
  2. Rundum Einseifen und dabei keinen Teil der Hände vergessen! Daumen, Handrücken, Fingerspitzen und zwischen den Fingern für mindestens 30 Sekunden einseifen!
  3. Die Seife mit Wasser gründlich abspülen!
  4. Zum Schluss die Hände trocknen. Am besten werden hier Einmaltücher verwendet.

Die Chance, dass ein Kind eine neue Krankheitswelle lostritt, bleibt außerdem gering, wenn es die KiTa erst nach vollständigem Auskurieren wieder besucht. Also lieber 1-2 Tage länger warten – es werden euch alle danken 🙂

Impfungen zum bestmöglichen Schutz:

Nach heutigem Stand gibt es noch keinen Impfstoff auf dem Markt, welcher eine Ansteckung vermeiden kann. Das Risiko sich zu infizieren kann also nur durch konsequente Hygiene minimiert werden.

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