Asthma in der Kita – worauf Erzieher achten müssen

Asthma ist eine weitverbreitete Krankheit in Deutschland – im Kindesalter gehört es sogar zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Bei einer frühzeitigen Behandlung lässt sich die Krankheit gut behandeln. Trotzdem ist es als Erzieher notwendig, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, wenn ein Kind mit Asthma in die Einrichtung geht.

Was genau ist Asthma eigentlich?

Asthma bronchiale verursacht eine dauerhafte Entzündung der Bronchialschleimhaut. Die Atemwege sind überempfindlich, die Schleimhaut schwillt an und führt zu einer übermäßigen Schleimproduktion. Dadurch kommt es zu einer Verengung der Bronchien und die Atemwege werden teilweise oder vollständig verschlossen. Tritt ein akuter Asthmaanfall ein, verkrampft die Bronchialmuskulatur, was das Ausatmen erschwert.

Woran könntest Du einen Asthmatiker erkennen?
Es gibt Anzeichen beim Kind, die Dir Hinweise auf eine Asthma-Erkrankung geben können. Auf der einen Seite kann Dir das Kind von Symptomen erzählen wie: Atemnot, das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen und ein Beklemmungsgefühl oder Stechen in der Brust. Was Du als Erzieher wahrnehmen kannst, sind ständiger Hustenreiz und pfeifende, keuchende oder erschwerte Atmung.

Auf welche Risikofaktoren für Asthmatiker kannst Du achten?
Bei den Auslösern ist zu beachten, dass es zwei Typen der Krankheit gibt.
Das allergische Asthma ist die häufigste Form bei Kindern. Dort liegen die auslösenden Faktoren in der Umgebung. Unter die betreffenden Allergene können zum Beispiel Pollen, Milben oder Tierhaare fallen.
Bei nichtallergischem Asthma geht es um Veränderungen der Lunge aus meist unbekannten Ursachen. Es wird vermutet, dass die Vererbung ein ausschlaggebender Faktor bei dieser Form spielt. Asthma-Auslöser können sich beim Menschen mit der Zeit aber auch verändern. Weitere Auslöser können sein: Schimmelpilze, gewisse Nahrungsmittel, Erkältungsviren, körperliche Anstrengung, kalte Luft, Zigarettenrauch, Verkehrsabgase, Staub, Duftstoffe, Räucherstäbchen, Stress.

Wie wird die Krankheit behandelt?
Asthma wird in den meisten Fällen mit Medikamenten behandelt, die der Patient bei einem Anfall von Husten oder Atemnot inhaliert. Wahrscheinlich kennst Du sogar den kleinen Inhalator, den Asthma-Kranke mit sich führen. Er hilft dem Kind, in dem sich die Atemwege weiten und das Atmen so wieder leichter fällt. Daneben gibt es aber auch noch Medikamente, die täglich eingenommen werden können. Sie wirken der chronischen Entzündung der Bronchien entgegen und sollen Asthmaanfälle vorbeugen.

Ein Kind mit Asthma kommt in Deine Gruppe – was nun?
Bevor ein asthmaerkranktes Kind in Deine Gruppe kommt, müssen wichtige Dinge mit den Eltern geklärt werden. Die Kita muss auf die Krankheit und die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingestellt werden. Die Eltern müssen Dich über die Krankheit aufklären und die Besonderheiten ihres Kindes – am besten auch schriftlich – festhalten. Ebenso Informationen über die Medikamente, die das Kind bei Bedarf einnehmen muss, sollten die Eltern vorlegen. Als Erzieher darfst Du Medikamente verabreichen, wenn Du eine schriftliche Bevollmächtigung der Eltern bekommst.

Do’s bei Asthma

Was machen denn die Kinder mit Asthma, wenn alle anderen draußen herumtoben oder in der Sporthalle Fangen spielen? Ganz einfach – sie machen mit! Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Asthmatiker keinen Sport treiben sollen, nur das richtige Maß ist wichtig, um keine Beschwerden beim Kind auszulösen. Gerade für Kinder ist das Mitmachen wichtig und ein Ausschließen vom sozialen Miteinander in der Kita sollte weitestgehend vermieden werden. Ein Kind mit Asthma sollte sich aber selbst aussuchen können, wo es mitmachen möchte oder nicht. Auch sollte ein Inhalator für den Notfall bei sportlicher Betätigung immer griffbereit sein.

Achte darauf, dass Deine Gruppe staubfrei ist und Polster und Decken regelmäßig gewaschen werden, damit Milben vorgebeugt wird.

Dont’s bei Asthma

Eine überfürsorgliche Behandlung des Kindes ist nicht von Vorteil. Lass das Kind nicht spüren, dass es anders ist und von bestimmten Sachen ausgeschlossen werden muss. Versuch das Kind so gut es geht so wie alle anderen zu behandeln.

Gibt es einen Raucher unter den Erziehern der Gruppe? Gibt es Familien mit Haustieren, deren Haare sich auf den Klamotten des Kindes wiederfinden? In diesen Fällen musst Du darauf Acht geben, dass der enge Kontakt zwischen den Personen und dem Kind mit Asthma gemieden wird, sollten das Auslöser sein. Auch ein Haustier für die Kita, Tierbesuche von außen oder ein Besuch im Zirkus sind somit Tabus für das Kind.

Je nach Schweregrad der Erkrankung musst Du als Erzieher einige wichtige Punkte im Umgang mit dem Kind beachten. Aber so sehr man für eine individuelle Behandlung sorgen muss, ist es auch wichtig, dem Kind einen ganz normalen Kita-Alltag mit den anderen Kindern zu ermöglichen.

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Von Charlotte Koep

Studierte Pädagogin mit journalistischem Spürsinn.

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