Von Labertaschen und Schreihälsen – wenn Kita-Kinder nerven

Die Arbeit in der Kita ist nicht immer einfach …. Und seien wir doch mal ehrlich: Manchmal ist unser Nervenkostüm verdammt dünn und dann fallen die kleinsten Kleinigkeiten und die süßesten Angewohnheiten, der uns anvertrauten Kinder, ziemlich ins Gewicht und alles in uns schreit: „Ahhhhhh, hör´auf damit!“

Und es gibt sie in jeder Kita-Gruppe, in jeder Einrichtung, einfach überall: die nervigsten Kita-Kinder – natürlich nicht ganz ernst gemeint. 😀

Und hier ist sie:

DIE TOP -10 DER NERVIGSTEN KITA-KINDER

Die Labertasche

Die Labertasche schnattert den ganzen Tag, ohne Punkt und Komma. Sie verfolgt dich auf Schritt und Tritt, um ja jedes Detail und jede unwichtige Geschichte zu Ende zu erzählen. Und wenn du schlussendlich wirklich denkst es geht nicht mehr…, beginnt jenes „Labertaschen-Kind“ die gleiche Geschichte einfach noch einmal von vorne zu erzählen.

Profi-Tipp: Da helfen nur Kopfhörer. Oder ein ausgeprägter Tinnitus. Dieser überschattet jegliches Geplapper und kann somit sehr nützlich sein.

Die Petze

Dieses Kind ist eine besondere Spezies. Es spielt gekonnt die Mama-Karte. Mama ist der Boss. Und mit so einer Boss-Mama kann man hervorragend drohen. Dieses Kind zückt immer die Endgegneraussage und haut folgende Worte raus: „Das sag ich meiner Mama.“ Es verliert beim Spiel: „Das sag ich meiner Mama!“ Es bekommt von der Erzieherin* Konsequenzen für sein Verhalten geboten: „Das sag ich meiner Mama.“ Das Toilettenpapier ist nicht weich genug: „Das sag ich meiner Mama!“  So ein inflationär gebrauchter Satz kann enorm nerven.

Profi- Tipp: Beim nächsten „Das sag ich meiner Mama“, entgegnet man am besten mit: „Ich auch!“

 

Der Dauerbrummer

Der Dauerbrummer brummt den lieben langen Tag. Nein, nein. Nicht irgendein Brummen. Es ist das Brummen eines Autos oder alternativ die Sirene eines Krankenwagens. Es läuft in der Kita umher und ahmt ein Fahrzeug nach. Permanent. Und egal was man tut, filtert man jegliche Nebengeräusche des Kita-Alltags, hört man es irgendwo Brummen. Es ist nicht das Geräusch an sich oder aber die Lautstärke, die einen wahnsinnig machen, es ist schlichtweg das Durchhaltevermögen, welches der Dauerbrummer aufweist.

Profitipp: Das Geräusch selbst nachahmen. Den ganzen Tag… oder direkt mehrere Tage. Quasi als paradoxe Intervention. Ob das klappt? Weiß ich nicht. Aber einen Versuch wäre es wert.

 

Die Schnecke

Es gibt Kinder, die träumen viel. Man erkennt sie daran, dass sie oft mit ihren Augen in die Luft starren. Das Träumen an sich ist nicht schlimm. Die schlimme Folge des Träumens ist die resultierende Langsamkeit. Alles funktioniert bei diesen Kindern nur im Schneckentempo. Die Schnecke ist immer die Letzte. Beim Anziehen, beim Aufräumen, im Stuhlkreis. Einfach überall trottet die Schnecke planlos hinterher und vergisst auf ihrem laaaaangen Weg im laaaangsamen Tempo doch glatt, was ihr Auftrag war.

Profitipp: Tief ein- und ausatmen. Innerlich drei Mal „Om“ sagen und mit einem Lächeln tiefe, innere Geduld vortäuschen.

 

Der Frustrationstoleranz- Legastheniker

Nun ja…. Der Name sagt es: Diese Kinder haben keine existierende Frustrationstoleranz. Die Folge: Sie rasten insbesondere dann aus, wenn sie z.B. verlieren. Wagt man es also ein Gesellschaftsspiel zu spielen und sieht das bekennende Interesse eines Frustrations-Legasthenikers bei diesem Spiel mitzuwirken, heißt es Nerven bewahren. Verliert jenes Kind, wird es zu Hulk. Es schlägt die anderen Spielteilnehmer und fegt am Ende das gesamte Spiel vom Tisch.  Schade

Profitipp: Genau abwägen, ob man den Hulk an jenem Tag ertragen kann, oder ob es nicht doch sinnvoller ist alles daran zu setzen dieses Kind „ausnahmsweise“ gewinnen zu lassen.

 

Der Nasenbohrer

Der Nasenbohrer tut diese völlig unansehnliche Tätigkeit den ganzen Tag lang. Er bohrt in der Nase. Für ihn selbst ein absolut befriedigendes Gefühl, für das Umfeld: eine Qual.

Profitipp: Ignoranz! Hier ist einem am besten geholfen, wenn man das Geschehen ignoriert. Meine eigene Erfahrung sagt jedoch: Klappt nur bedingt.

 

Die Schreihälse

„Ahhhhhhhhhhh“, „Wähhhhhhhhhhhh“, „Iiiiiiiich“ „Hiiiiiiiieeeer“ „Ahhhhhh“ und wieder „Wähhhh“.

Ja, das sind sie: Die Schreihälse. Sie schreien. Es gibt immer was zu schreien und es gibt immer einen Grund sich verdammt laut mitzuteilen. Ständig klingeln einem die Ohren, wenn sich ein solches Kind in der Nähe aufhält. Andere Kinder halten sich oftmals die Ohren zu. Beobachtet man ein solches Verhalten, kann man sich sicher sein, dass ein Schreihals mit im Raum ist.

Profitipp: Auch hier plädiere ich für die paradoxe Intervention: Mitschreien!

 

Die Besserwisser 

Ein Besserwisser-Kind wird auch gerne als „Klugscheißer“ betitelt. Dieses Kind weiß alles besser und ist ein wandelndes Lexikon. Diese eigentliche Gabe kann äußerst unangenehm werden, wenn das Ziel der Klugscheißereien nicht mehr die anderen Kinder sind, sondern die Erzieherin selbst. So dürfte es klar sein, dass eine Erzieherin die im Stuhlkreis von einem Kind ,unter sechs Jahren, belehrt und somit bloßgestellt wird, gewisse negative Schwingungen dem Kind gegenüber empfindet.

Profitipp: Klüger sein als das Besserwisser-Kind

Der Repeater

Die Repeater-Kinder wiederholen immer und immer wieder dieselben Worte. Eigentlich wiederholen sie immer und immer wieder dieselben Namen, oder besser gesagt den einen Namen: Nämlich den der Erzieherin. Sie sagen diesen Namen täglich so oft, dass die Erzieherin am Ende des Tages cholerische Wutausbrüche hat, wenn sie mit ihrem Namen angesprochen wird.

Profitipp: Es wäre denkbar den Repeater-Kindern mitzuteilen, dass man sich umtaufen lassen hat. Und das täglich. Sie könnten also jeden Tag einen anderen Namen in Dauerschleife verwenden.

 

Die Dauerzicke

Ist irgendwo ein Streit? Wenn ja, kannst du dir als Erzieherin sicher sein: Die Dauerzicke ist anwesend. Sie säht Zwietracht, mischt sich überall ein, gerät dauernd in Konflikte und beendet jedes Match mit: „Ich lad` dich nicht mehr zu meinem Geburtstag ein!“  90% der Weinereien, auf Grund von Konflikten, musst du als Erzieherin wegen ihr lösen.

Es ist anstrengend und zermürbend, weil du die ihre wahren Machenschaften nicht immer komplett nachvollziehen kannst und so mancher Konflikt völlig konfus und unlösbar scheint.

Profitipp:  Löse die Konflikte, indem du die Dauerzicke mit ihren eigenen Waffen schlägst: „Ich lade dich nicht mehr zu meinem Geburtstag ein!“

 

*Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen & personenbezogenen Wörtern wird die weibliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.

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