Achtung, Oma und Opa kommen!

Viele junge Familien kommen kaum ohne die Hilfe der Großeltern aus, wenn es heutzutage um Kinderziehung geht. Kein Wunder: Vater und Mutter arbeiten und es fehlt jemand, der sich ab und an um die Kleinen kümmert. Da freut man sich natürlich, wenn sich Oma und Opa der Kinder annehmen möchten und das auch noch können. Doch was für die Eltern ein Segen ist, ist manchmal purer Stress für Erzieher. Doch warum?

Wo sind die Sachen?
Die Großeltern kennen sich natürlich nicht so gut aus mit den täglichen Abläufen in der Kita. Sie machen das nur manchmal. Eine Routine fehlt. Und das zeigt sich, indem sie oft vor der Tür stehen und nicht wissen, wie sie reinkommen sollen. Aber auch wenn sie drinnen sind, irren sie manchmal durch die Gänge, weil sie vergessen haben, wo der Gruppenraum ist. Es geht sogar noch schlimmer: Es ist schon vorgekommen, dass Großeltern Kleidung, Schuhe oder einen Kinderwagen mitgenommen haben, der gar nicht ihrem Enkelkind gehörte.

Wie das ausgeht, können sich viele lebhaft vorstellen. Es folgen E-Mails in denen auf den Diebstahl hingewiesen wird. Danach die ersten Anschuldigungen und ein Tag später erst wird klar, dass es nur eine Verwechslung war. Die Erleichterung ist dann zwar groß. Aber alle zeigen dann mit dem Finger wieder auf die verwirrten Großeltern. Wer hat die denn reingelassen?

Zum Glück wurde noch nie das falsche Kind mitgenommen. Hier sind die Regeln aber auch sehr viel strenger und nur bevollmächtige Personen dürfen die Kinder abholen.

Was können Erzieher machen?
Eigentlich liegt das Problem weniger bei den Erziehern, sondern vielmehr bei den Eltern. Wenn es zu Verwechslungen kommt, wurden Oma und Opa nicht richtig informiert. Vor allem, wenn die Eltern länger arbeiten müssen oder die Kita mal früher schließt, springen oft die Großeltern kurzfristig ein. Das führt meist dazu, dass sich die Eltern mit den Großeltern nicht richtig absprechen können oder einfach die Zeit dafür fehlte.

Dennoch gibt es ein paar Tipps, die allen dabei helfen können, sich besser zurecht zu finden:

1. Kleidung beschriften
Viele Eltern machen das sowieso schon. Wie oft hat man z. B. schon die gleiche Tchibo Jacke in der Kita gesehen? Oder die gleichen Gummistiefel? Einfach Name reinschreiben oder einen entsprechenden Aufkleber draufkleben, fertig!

2. Klammern beschriften für die Schuhe
Mit Klammern hält man nicht nur die Schuhe zusammen, sondern kann diese auch gleich mit dem Namen des Kindes beschriften. Ganz gleich, wo sich die Schuhe dann befinden, man weiß immer, wem sie gehören.

3. Fotos auf die Spindtür
Manchmal steht nur der Name auf dem Spind des Kindes. Ein Foto hilft noch mehr, sofort den richtigen zu finden. Aber Vorsicht: Manchmal liegen nicht immer die passenden Klamotten oder das richtige Spielzeuge darauf! Auch Erzieher können sich irren. Da weiß dann nur Mama, ob das auch wirklich ihrem Kind gehört oder von einem anderen stammt.

4. Kinderwagen abschließen oder auch beschriften
Auch wenn der Kinderwagen in einem speziellen Aufenthaltsraum steht, man kann ihn auch hier abschließen. Jetzt kann man nur hoffen, dass Oma oder Opa den Zahlencode oder den Schlüssel nicht verlieren.

Was auch hilft: Man muss ja nicht mit einem Marker den Namen drauf schreiben, aber manchmal gibt es Decken oder Anhänger mit dem Namen des Kindes, die man an dem Kinderwagen befestigen kann. Oder einfach etwas sehr Buntes und Auffälliges am Kinderwagen montieren.

5. Mit den Großeltern einen Rundgang machen
Auch das können die Eltern übernehmen. Bei der Einführung sind selten Oma und Opa dabei. Warum nicht einfach mal bei Gelegenheit einen Rundgang machen und ihnen zeigen, wo sich alles in der Kita befindet?

6. Nicht das Kind zum Boss werden lassen
Kaum sind die Großeltern da, freut sich das Kind und will Oma und Opa alles zeigen. Kurz darauf sieht man, wie das Kleine den Großeltern alles erzählt und erklärt. Das Problem dabei: Kinder wollen manchmal einen anderen Kinderwagen oder einfach mal das Spielzeug von Spielkameraden mitnehmen. Natürlich behaupten sie dann schnell, dass es ihnen gehört.

Wenn Erzieher sehen, dass die Kleinen den Ton angeben, ruhig mal den Großeltern etwas unter die Arme greifen und ihnen erklären, was zum Kind gehört und was nicht.

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