Krankheiten in der KiTa: Salmonelleninfektion

Ein Übel, von dem bestimmt jeder* schon einmal gehört hat: Salmonellen. Oft werden sie in Zusammenhang mit rohen Eiern oder ungegartem Geflügel gebracht. Doch was genau sind denn diese Salmonellen eigentlich? Und wie kann in der KiTa darauf geachtet werden, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten?

Was sind Salmonellen?

Einfach gesagt sind Salmonellen Bakterien, die auf der ganzen Welt existieren. In den meisten Fällen zeigt sich eine Infektion an Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, welche Durchfälle, Erbrechen und in schlimmen Fällen sogar Entzündungen des Dick- und Dünndarms mit sich bringen.

Wie werden Salmonellen übertragen?

Zur Infektion mit Salmonellen kommt es dann, wenn ausreichend viele Bakterien aufgenommen werden. Auch hier zeigt sich, dass Kleinkinder deutlich weniger Keime zur Ansteckung benötigen.

Insgesamt sind drei mögliche Wege der Übertragung bekannt:

  1. Übertragung durch Lebensmittel

Über Lebensmittel gelangen Salmonellen am häufigsten in den Verdauungstrakt des Menschen. Die Bakterien vermehren sich vor allem auf ungekühlten Lebensmitteln sehr schnell. Aber auch durch schlechte Hygiene in der Küche können Salmonellen in das Essen gelangen: Beispielsweise durch verunreinigte Oberflächen oder Schneidebrettchen.

Welche Lebensmittel sind besonders anfällig für Salmonellen?

Nicht vollständig durchgegarte Eiprodukte wie roher Kuchenteig, Mayonnaise oder rohe Eier. Außerdem Speiseeis, rohes Fleisch (Mett, Hack) oder Wurstprodukte wie Salami. Aber auch pflanzliche Lebensmittel können mit Salmonellen behaftet sein!

  1. Übertragung von Mensch zu Mensch

Wie auch in der Küche stehen und fallen die Salmonellen mit Beachtung der ausführlichen Hygienemaßnahmen. So ist eine Infektion von Mensch zu Mensch nur per Schmierinfektion möglich. Von einer Schmierinfektion spricht man dann, wenn Stuhlreste durch unzureichendes Händewaschen von der Hand in den Mund und dadurch in den Darm gelangen.

  1. Übertragung durch Tiere

Eine Salmonelleninfektion durch den Kontakt mit heimischen Tieren ist selten. Allerdings sollten die Hygienemaßnahmen vor allem im Umgang mit Reptilien beachtet werden. Denn Schlangen, Schildkröten oder Echsen scheiden häufiger Salmonellen aus. Auch hier geschieht die Ansteckung meistens über den Kot oder über verschmutzte Flächen.

Welche Hygienemaßnahmen gilt es zu beachten?

  • Da sich die Bakterien vor allem auf zu warm gelagerten Lebensmitteln vermehren, ist es wichtig, die Einkäufe direkt zu verräumen. Vor allem Eier, Eiprodukte, Wurst und Fleisch sollten unverzüglich gekühlt werden.
  • Kein Verzehr von Kuchen- oder Plätzchenteig der Eier enthält
  • Eier vor der Verwendung einmal gründlich abwaschen!
  • Angetautes Speiseeis darf nicht wieder eingefroren werden
  • Zubereitete Speisen stets innerhalb von 2 Stunden nach der Erhitzung aufbrauchen
  • Salmonellen werden nicht durch Kühlung oder Einfrieren abgetötet! Daher Speisen immer mindestens zehn Minuten lang auf mehr als 70 Grad erhitzen
  • Wenn rohe Eier oder Fleisch wie Geflügel oder Wild verarbeitet werden, sollten alle Oberflächen und Küchenutensilien, die mit dem rohen Produkt in Kontakt gekommen sind, gründlich mit heißem Wasser abgewaschen werden.
  • Auch zur Osterzeit solltet ihr Eier nur mit Hilfe von Strohhalmen auspusten! Denn schon die direkte Berührung von Mund zu Ei kann Salmonellen übertragen.
  • Regelmäßiges Austauschen von Geschirrtüchern (bei mind. 60 Grad waschen!) und heißes Abspülen aller Utensilien trägt außerdem zur Vorbeugung einer Salmonelleninfektion bei.

Und vor allem: Achtet auf das gründliche Händewaschen! Häufiges und gründliches Händewaschen reduziert die Anzahl von Bakterien und somit auch die Ansteckungsgefahr einer Salmonelleninfektion.

Was gilt es zu beachten, wenn sich jemand bereits infiziert hat?

Durch das häufige Erbrechen und den Durchfall ist es vor allem wichtig, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Außerdem ist es wichtig, auf leicht-verdauliche Nahrung mit ausreichender Salz-Zufuhr zu achten. Auch eine Elektrolyt-Lösung kann hilfreich sein, um den Körper wieder mit den wichtigen Salzen zu versorgen.

Auf keinen Fall sollte man Gerichte für andere zubereiten, wenn man selbst erkrankt ist. Die Weitergabe der Bakterien ist dann einfach zu hoch.

Wenn der Durchfall oder das Erbrechen mehr als 3 Tage anhält, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. 

Wieso sind Salmonellen in KiTas besonders heikel?

Nun, das liegt daran, dass die Kleinen noch keine sonderlich gute Immunabwehr haben. Das führt dann meistens zu einem schwereren und längeren Krankheitsverlauf, als es bei erwachsenen Personen üblich wäre.

Durch den Durchfall und das Erbrechen verliert der Körper viel Flüssigkeit und Salze, worauf vor allem Kinder und Senioren sehr empfindlich reagieren.

Was gibt es in der KiTa bei Salmonelleninfektionen zu beachten?

Die Eltern eines erkrankten Kindes müssen die KiTa über die Krankheit informieren. Solange ein erkranktes Kind an Durchfall und Erbrechen leidet, muss es leider zu Hause bleiben. Die Gefahr einer Infektion von anderen Personen ist dann einfach zu groß. Nach 2 Tagen ohne Durchfall und Erbrechen kann das Kind die KiTa in der Regel wieder problemlos aufsuchen. Das Gesundheitsamt kann den genauen Zeitpunkt bestimmen, an dem das Kind wieder in die KiTa kommen darf.

Falls es in der KiTa Kleinkinder gibt, welche noch auf Säuglingsnahrung angewiesen sind, ist es außerdem wichtig, das Wasser zur Zubereitung auf mindestens 70 Grad zu erhitzen. Vor dem Füttern muss die Flasche dann abgekühlt werden, damit sich das Kind nicht verbrühen kann.

*Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen & personenbezogenen Wörtern wurde hier die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.

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