Mumps in der Kita – das gilt es zu beachten

Hier erfährst Du alles rund um die Kinderkrankheit Mumps und was Du als Erzieherin bei einem Krankheitsfall in der Kita beachten musst.

Was genau ist Mumps?

Die Infektionskrankheit, auch Ziegenpeter genannt, wird durch den Mumpsvirus verursacht und kommt ausschließlich beim Menschen vor. Obwohl sie zu den Kinderkrankheiten gezählt wird, können auch Jugendliche und Erwachsene daran erkranken. Durch die Schutzimpfung ist die Verbreitung in Deutschland rückläufig geworden, trotzdem kommt Mumps immer mal wieder vor. Wer eine Ansteckung einmal überstanden hat, ist vor einer erneuten Infektion in der Regel geschützt — ebenso wie alle geimpften Menschen.

Wie kann man sich mit Mumps anstecken?

Die Krankheitserreger werden nur von Mensch zu Mensch übertragen und zwar in Form von Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, durch Husten, Niesen oder Sprechen werden die Viren über Speichel durch die Luft übertragen und von anderen Personen eingeatmet. Aber auch durch direkten Kontakt wie zum Beispiel beim Küssen ist das Ansteckungsrisiko natürlich gegeben. Ebenfalls möglich ist eine Infektion durch Speichel auf verunreinigten Gegenständen wie zum Beispiel gemeinsam benutztes Geschirr — allerdings kommt das eher selten vor.

Welche Krankheitsanzeichen gibt es bei Mumps?

Die Krankheit äußert sich durch grippeähnliche Symptome wie Schlappheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber. Besonders typisch für Mumps sind eine entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüsen, die auf einer oder auch beiden Seiten auftreten kann. Nach drei bis acht Tagen lässt die Schwellung wieder nach. Gleichzeitig können auch die Speicheldrüsen im Unterkiefer beziehungsweise unter der Zunge und den benachbarten Lymphknoten anschwellen.

Oft bleibt Mumps aber auch unerkannt, da bei meist einem Drittel der Patienten keine oder nur geringe Beschwerden auftreten und diese auch meist nur in Form von Erkältungssymptomen.

Kann es zu Komplikationen bei Mumps kommen?

Mit steigendem Alter kann Mumps bei Patienten das Risiko für Komplikationen erhöhen. Zu den meist eher seltenen Folgeerkrankungen zählen zum Beispiel eine Hirnhautentzündung, Entzündung des Gehirns, Hörschäden oder Taubheit. Bei männlichen Patienten kann es in der Pubertät zu einer Hodenentzündung kommen; bei Frauen ist eine Entzündung der Eierstöcke oder Brustdrüsen möglich.

Wie ist der Krankheitsverlauf bei dieser Krankheit?

Rund 16 bis 18 Tage nach einer Infektion treten in der Regel die ersten Krankheitssymptome bei einem Patienten auf; eine Inkubationszeit von zwölf bis 25 Tagen ist insgesamt möglich. Ansteckend bleibt man bis eine Woche vor und neun Tage nach Beginn der Ohrspeicheldrüsenschwellung. Am größten ist das Risiko einer Übertragung allerdings zwei Tage vor bis vier Tage nach Krankheitsbeginn. Wichtig ist: Auch wenn kaum Krankheitserscheinungen auftreten, ist ein Mensch ansteckend!

Was tun, wenn ein Kind Mumps hat?

Bei einer Ansteckung oder auch nur dem Verdacht sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Medizinisch können die Viren nicht direkt bekämpft werden, lediglich die Beschwerden wie Fieber und Schmerzen können behandelt werden.

Patienten sollten den Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht vermeiden, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.

Gleichzeitig gelten bei Mumps wie bei anderen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Masern oder Keuchhusten die Regeln des Infektionsschutzgesetzes. Patienten dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen nicht betreten und müssen ihren Fall auf jeden Fall vor Ort melden. Da die Krankheit zu den meldepflichtigen Diagnosen gehört, wird neben den Institutionen auch das Gesundheitsamt informiert. Der Betroffene darf auch erst nach einem ärztlichen Urteil, dass die Ansteckungsgefahr nicht mehr gegeben ist, wieder die Einrichtung besuchen.

Die Ansteckungsgefahr mit Mumps bei Kontakt mit Patienten ist hoch — und vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas ist das Risiko enorm. Dort gehört enger Körperkontakt, Kuscheln, Spielen zur Tagesordnung. Deswegen ist es wichtig bei einem Verdachtsfall schnell zu handeln und der Viren-Ausbreitung keine Chance zu geben.

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Von Charlotte Koep

Studierte Pädagogin mit journalistischem Spürsinn.

Categories:   Erzieher-News, Gesund in der Kita, Kita-Leben

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